GLÜCKLICH WERDEN

Glücklich werden - suchen nach sich selbst.

                           Kulturelle Dynamiken in der Beziehung zwischen Frau und Mann.

 


von Regine Reichwein

                                                                        Das Buch ist sowohl ein Roman als auch eine mit dem Roman verschränkte theoretische Auseinandersetzung mit kulturell produzierten Verhaltens- und Beziehungsmustern.                                      
Nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Vaters, eines bekannten Wissenschaftlers, begibt sich die Ich-Erzählerin in seine Wohnung, um dort herauszufinden, was das Denken und Handeln ihres Vaters beeinflusst hat. Diese Nachforschungen führen bei ihr nicht nur zu einer Fülle von Kindheitserinnerungen in Bezug auf Vater und Mutter, sondern auch zu einer intensiver werdenden Auseinandersetzung mit sich selbst.
Sie beginnt, in der Bibliothek ihres Vaters zu lesen und sich über die auch in der wissenschaftlichen Literatur vorhandenen problematischen Botschaften in Bezug auf das Geschlechterverhältnis zu empören.
In Träumen und bildhaften Vorstellungen nehmen ihre Erinnerungen und kritischen Gedanken phantasievolle Formen an. Diese erschrecken, konfrontieren oder trösten sie und tragen dadurch wesentlich dazu bei, sich ihrer eigenen gelernten Muster bewusst zu werden.






Gleichzeitig lernt sie – auch durch die Begegnung mit einem Mann, in den sie sich zunächst widerstrebend verliebt – die neuesten Forschungsergebnisse in Bezug auf selbstorganisierende Lebewesen, wie es auch Menschen sind, kennen und beginnt, ihre bisherigen Interpretationsmuster und ihr ergebnisorientiertes Denken um neue Möglichkeiten zu ergänzen.
Immer deutlicher werden ihr die kulturellen Konditionierungen und die für Männer und Frauen vorgesehenen Rollen und deren gesellschaftliche, häufig destruktive Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Frau und Mann. Sie erkennt, wie stark die gelernten Muster immer noch ihr Leben bestimmen und ihre neue Liebe gefährden und sie will dies nicht mehr.
Ihr wird bewusst, dass sie keinesfalls ihre alten Muster und ihre Ängste vor den Schmerzen der Vergangenheit auf den neuen Mann übertragen will, der so anders ist als die, die sie bisher kennengelernt hat. Sie weiß inzwischen, dass kein Mensch einem anderen gleicht und jeweils in seiner eigenen Wirklichkeit lebt – so wie sie in ihrer. Immer deutlicher erkennt sie, dass die Qualität der Beziehungen zwischen Menschen und damit auch die zwischen Mann und Frau davon abhängig ist, wie bewusst die Beteiligten mit sich selbst und mit der anderen Person umgehen.
Ihre neue Liebe will sie auf keinen Fall, noch bevor diese begonnen hat, zerstören. Sie will endlich glücklich werden und beschließt, dem geliebten Mann und ihrer Umwelt auf eine andere Art als bisher zu begegnen.



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